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Frankfurter Rundschau
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Die Frankfurter Rundschau (FR) ist eine Tageszeitung, die seit dem 1. August 1945 in Frankfurt am Main erscheint. Bis zum 28. Februar 2013 wurde sie verlegt, gedruckt und vertrieben von der Druck- und Verlagshaus Frankfurt am Main GmbH, die am 13. November 2012 Insolvenz anmeldete. Seit dem 1. März 2013 erscheint sie in der Frankfurter Rundschau GmbH, die seit 2018 zu 90 % der Zeitungsholding Hessen von Dirk Ippen gehÜrt.
Contents
⢠Aktuelles Profil
⢠Auflage
⢠Sitz
⢠Geschichte
⢠Sonstiges
⢠Chefredakteure
⢠Rezeption
⢠Literatur
⢠Weblinks
⢠Belege
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Aktuelles Profil
Die Frankfurter Rundschau GmbH gehĂśrt zu 90 % der Zeitungsholding Hessen und zu 10 % der Karl-Gerold-Stiftung.
Die Zeitung wird in der Frankfurter Societäts-Druckerei in MÜrfelden-Walldorf gedruckt. Die Anzeigen werden von der RheinMainMedia vertrieben, und Auslieferung und Abonnementsverwaltung liegen in den Händen der Medienservice GmbH & Go KG, beides Firmen aus dem Firmenverbund von FAZ und Frankfurter Societät.
Im Gesellschaftervertrag der Frankfurter Rundschau GmbH ist als § 2 âUnternehmensgegenstandâ festgelegt:
âDie Gesellschaft ist der Präambel der Verfassung der Karl-Gerold-Stiftung verpflichtet. Die Gesellschaft stellt insbesondere sicher, dass die âFrankfurter Rundschauâ eine unabhängige, politisch engagierte, links-liberale Tageszeitung ist und bleibt, verpflichtet dem Geist des Grundgesetzes und den Menschenrechten und ständig eintretend fĂźr das unbedingte Prinzip der Demokratie und fĂźr die soziale Gerechtigkeit. Demgemäà sind die vom Unternehmen verlegten und/oder herausgegebenen Publikationen in voller Unabhängigkeit von Regierungen, Parteien, Konfessionen und Interessengruppen zu gestalten. In den Anstellungsverträgen der Redakteure ist die verlegerische Haltung im Sinne von Satz 1 dieses Absatzes festzuhalten.âcite-ref-handelsregister-he-f-hrb-36224-2013-03-11-1-0[1]
Die FR erscheint in einer Stadt- und in einer Deutschlandausgabe sowie in drei Regionalausgaben. DarĂźber hinaus verĂśffentlicht sie eine Online-Ausgabe und ein E-Paper sowie eine Ausgabe fĂźr Tablet-Computer.
Zu den regionalen Hauptkonkurrenten zählen die konservativ-liberale Frankfurter Allgemeine Zeitung und die konservative Frankfurter Neue Presse (FNP), aber auch die Regionalausgabe der Bild-Zeitung. Die FNP gehÜrt allerdings ebenso wie die FR der Zeitungsholding Hessen.
Auflage
Die Frankfurter Rundschau gehĂśrt zu den deutschen Tageszeitungen mit den grĂśĂten Auflagenverlusten der vergangenen Jahre. Die verkaufte Auflage sank von 192.499 Exemplaren im ersten Quartal 1998 auf 87.136 Exemplare im ersten Quartal 2013, ein Minus von 54,7 %.cite-ref-2[2] Nach dem ersten Quartal 2013 wurde die gesonderte Meldung der Auflagenzahlen an die IVW eingestellt.
| 1998 | 1999 | 2000 | 2001 | 2002 | 2003 | 2004 | 2005 | 2006 | 2007 | 2008 | 2009 | 2010 | 2011 | 2012 | 2013 | 2014 | 2015 | 2016 | 2017 | 2018 | 2019 | 2020 | 2021 | 2022 | 2023 | 2024 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 189.051 | 190.354 | 190.682 | 190.813 | 183.235 | 182.051 | 171.887 | 161.550 | 150.062 | 152.558 | 152.332 | 144.343 | 129.786 | 119.242 | 107.676 | | | | | | | | | | | | |
Seit dem zweiten Quartal 2013 wird die Auflage gemeinsam mit der Rhein-Main-Zeitung (Frankfurter Regionalausgabe der Frankfurter Allgemeinen Zeitung) und der Frankfurter Neuen Presse sowie deren Kopfblättern ausgewiesen. Die verkaufte Auflage lag im zweiten Quartal 2013 bei 210.334 Exemplaren sank 2024 auf 108.382 Exemplare, ein Minus von 48,5 Prozent.cite-ref-4[4] Der Anteil der Abonnements an der verkauften Auflage liegt bei 85,1 Prozent.
| 1998 | 1999 | 2000 | 2001 | 2002 | 2003 | 2004 | 2005 | 2006 | 2007 | 2008 | 2009 | 2010 | 2011 | 2012 | 2013 | 2014 | 2015 | 2016 | 2017 | 2018 | 2019 | 2020 | 2021 | 2022 | 2023 | 2024 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| | | | | | | | | | | | | | | | 203.843 | 191.194 | 177.916 | 171.408 | 155.755 | 157.107 | 150.218 | 140.126 | 137.158 | 129.655 | 123.519 | 117.170 |
1998 bis 2013 Rhein-Main-Zeitung und Frankfurter Neue Presse; seit 2013 zusätzlich mit Frankfurter Rundschau
Die Rhein-Main-Zeitung, die Frankfurter Neue Presse mit ihren Kopfblättern und die Frankfurter Rundschau hatten 2018 gemeinsam eine Reichweite von 593.000 Lesern.cite-ref-6[6]
Sitz
Die Redaktion der Frankfurter Rundschau hatte ihren Sitz mehr als 51 Jahre lang im Rundschau-Haus am Eschenheimer Tor, mitten in der Frankfurter Innenstadt. Das in der Stadtmitte gelegene Rundschau-Haus wurde 2006 abgerissen. AnschlieĂend diente das GrundstĂźck der Baustellenlogistik fĂźr das benachbarte GroĂbauprojekt Palaisquartier. Es folgten mehrere UmzĂźge, zunächst ins BĂźrogebäude Colosseo am Walther-von-Cronberg-Platz im linksmainischen Stadtteil Sachsenhausen vom 16. Juli 2005 bis 2009, dann in die westliche Halle des bis dahin umgebauten Sachsenhäuser Depots in der Nähe des SĂźdbahnhofes vom 15. Februar 2009 bis September 2013cite-ref-7[7] und danach ins BĂźrogebäude Mainzer LandstraĂe 205 im Gallusviertel. Von Juli 2019 bis Dezember 2022 befand sich der Redaktionssitz der Frankfurter Rundschau im Gebäude Frankenallee 71â81, in dem auch die Redaktionsräume der Frankfurter Neuen Presse lagen und die Mediengruppe Frankfurt ihren Sitz hatte.cite-ref-8[8] Mit Aufgabe dieses Verlagsstandortes wechselte der Sitz der Frankfurter Rundschau zurĂźck nach Sachsenhausen in die unmittelbare Nähe zum SĂźdbahnhof in die HedderichstraĂe 49.cite-ref-9[9]
Geschichte
1945: GrĂźndung mit OMGUS-Lizenz
Die Frankfurter Rundschau ist nach den Aachener Nachrichten und der Berliner Zeitung die dritte deutsche Tageszeitung, die nach dem Zweiten Weltkrieg gegrĂźndet wurde. Im amerikanischen Sektor war sie die erste Tageszeitung, der die Information Control Division der OMGUS (US-Militärregierung) eine Gruppenlizenz zusprach, die Zeitung lĂśste die Frankfurter Presse ab, das Nachrichtenblatt der US-amerikanischen 12. Heeresgruppe. Die Zeitung wurde am 1. August 1945 auf Veranlassung der US-amerikanischen Besatzungsmacht und durch die Ăberreichung der Zulassungsurkunden durch General Robert McClure, Kommandant der Abteilung fĂźr die Nachrichtenkontrolle der US-Armee, gegrĂźndet, um den freiheitlich-parlamentarischen Gedanken zu verbreiten. Sie war somit eines der ersten Blätter der Lizenzpresse. Die Frankfurter Rundschau nahm die Arbeit in den Räumen der 1943 von den Nationalsozialisten verbotenen Frankfurter Zeitung auf. Die Lizenz wurde an Emil Carlebach, Hans Etzkorn, Wilhelm Karl Gerst, Otto Grossmann, Wilhelm Knothe, Paul Rodemann und Arno Rudert vergeben; alle auĂer Rudert schieden schnell wieder aus. Das Gremium setzte sich aus Sozialdemokraten, Kommunisten und einem sozialistischen Vertreter des politischen Katholizismus (Gerst) zusammen. Paul Rodemann wechselte bald mitsamt seiner Lizenz zum Darmstädter Echo.cite-ref-spiegel-1947-11-15-10-0[10]
Das OMGUS entzog Ende Oktober 1946 Wilhelm Karl Gerst die Lizenz, nachdem er wegen angeblicher Parteinahme fßr den Nationalsozialismus in den Jahren 1933/1934 in ein Spruchkammerverfahren verwickelt worden war.cite-ref-munzinger-gerst-11-0[11] Später setzte sich Gerst fßr die gesamtdeutsche Existenz der SED ein (der von den Westmächten der Name SED verboten wurde) und schrieb von Bonn aus fßr die Berliner Zeitung in dann Ost-Berlin.cite-ref-spiegel-1948-08-14-12-0[12]
Im selben Jahr stieĂ der Sozialdemokrat Karl Gerold zu den Lizenznehmern. Anfang 1947 wurden die beiden anderen Sozialdemokraten von der US-Militärregierung entlassen. GroĂmann nahm seine Lizenz mit zur GrĂźndung einer Sportzeitung. Emil Carlebach wurde im September von der Militärregierung die Lizenz entzogen, zunächst ohne BegrĂźndung, nach Carlebachs Widerspruch wegen einer âoffensichtliche[n] Unfähigkeit, die Grundprinzipien der Demokratie zu verstehenâ, wie sich James Newman, der Direktor der amerikanischen Militärregierung in Hessen, in seiner RĂźckantwort ausdrĂźckte.cite-ref-spiegel-1947-09-06-13-0[13] Arno Rudert wurde im November 1947 aus der KPD ausgeschlossen.cite-ref-spiegel-1947-11-15-10-1[10] Es blieben Arno Rudert und Karl Gerold Ăźbrig, Gerold trat 1949 aus der SPD aus, um damit parteipolitische Unabhängigkeit zu demonstrieren.
In der Endphase der Lizenzpflicht 1949 gab es Bestrebungen, den Verlag zu einer gemeinnĂźtzigen Stiftung zu machen, was aber auf Druck der Amerikaner unterblieb.
Ab dem 1. August 1945 erschien die Frankfurter Rundschau aufgrund von Papiermangel zunächst nur mittwochs und samstags.cite-ref-14[14] Vom 1. Oktober 1946 an kam die Frankfurter Rundschau dann dreimal wĂśchentlich heraus. Im dritten Jahrgang (ab Ausgabe 89, 2. August 1947) wurde eine Deutschland-Ausgabe ins Leben gerufen.cite-ref-zdb-id-126011-x-15-0[15] Dabei handelte es sich um eine Abendausgabe mit dem Datum des folgenden Tages, bestimmt fĂźr den Versand auĂerhalb Frankfurts und ins Ausland. Vom 21. Juli 1948 an konnte das Blatt täglich erscheinen, jetzt bereits in Konkurrenz zur konservativen Frankfurter Neuen Presse (seit 15. April 1946).cite-ref-16[16]
Die 1949 aus der Mainzer Allgemeine Zeitung hervorgegangene Frankfurter Allgemeine Zeitung wurde nach deren Umzug im Jahre 1950 von Mainz nach Frankfurt zuerst in der Druckerei der FR produziert.cite-ref-vrm-historie-17-0[17]
Prägend fĂźr die Kommunalberichterstattung der Frankfurter Rundschau ab 1946 â insbesondere im Umgang mit der Aufarbeitung der NS-Verbrechen während der unmittelbaren Nachkriegszeit â war der Redakteur Karl Rudolf âRudiâ Eims. Als politisch Unbelasteter und ehemals in KZ-Haft misshandelter Sozialdemokrat war dieser prädestiniert fĂźr eine Rolle âals Kritiker der Justiz und ihrem Handelnâ und wirkte somit in seinem journalistischen Schaffen âaktivâ auf den âProzeĂ der Meinungsbildung in der unmittelbare Nachkriegszeitâ ein.cite-ref-18[18] Scharfe Kritik Ăźbte der Journalist demgemäà an den umstrittenen Frankfurter Homosexuellenprozessen 1950/1951. So machte Eims unter anderem auf die Praxis von Staatsanwaltschaft und Polizei aufmerksam, den Sexarbeiter Otto Blankenstein als Kronzeugen zu instrumentalisieren.cite-ref-19[19]
1954: Karl Gerold und die Karl-Gerold-Stiftung
Karl Gerold (1906â1973) war die prägende Gestalt der Frankfurter Rundschau; die Selbstbezeichnung der Frankfurter Rundschau als âlinks-liberalâ bzw. âsozial-liberalâ geht auf ihn zurĂźck.cite-ref-fr-2009-02-21-20-0[20]
Nach dem Tod Ruderts 1954 war Karl Gerold mit 75 % und die Witwe von Rudert mit 25 % Verleger der Zeitung. Nach dem Tod von Gerold wurde 1973 die gemeinnĂźtzige Karl-Gerold-Stiftung gegrĂźndet und Ruderts Witwe brachte nach einem heftigen Streit um den Namen der Stiftungcite-ref-oltmanns-2009-21-0[21] die 25 % in die Stiftung mit ein. Seinerzeit war die Stiftung 100-prozentige EigentĂźmerin des Druck- und Verlagshauses Frankfurt, das die Frankfurter Rundschau verlegte und druckte.
Von 1962 bis 1971 prägte auch der FDP-Politiker Karl-Hermann Flach, einer der Wegbereiter der 1969 gebildeten Sozialliberalen Koalition, das politische Gesicht der Frankfurter Rundschau als einer âlinksliberalenâ Zeitung. Flach war zuerst Ressortleiter fĂźr Innenpolitik, ab 1964 stellvertretender Chefredakteur und ab 1970 geschäftsfĂźhrender Redaktionsleiter. Zuletzt war er auch Prokurist des Druck- und Verlagshauses. 1964 wurde Flach fĂźr seine journalistische Arbeit bei der FR mit dem Theodor-Wolff-Preis des Bundesverbandes Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) ausgezeichnet.cite-ref-bdvz-twp-22-0[22] Im Jahre 1971 meldete Flach sich âaus der Reserve in den aktiven Dienst der F.D.P. zurĂźckâ und tauschte seine Anstellung bei der FR gegen das Amt des FDP-BundesgeschäftsfĂźhrers.cite-ref-flachstiftung-vita-23-0[23]
Im Jahre 1995 wurde der damalige Chefredakteur der FR, Roderich Reifenrath, mit dem Karl-Hermann-Flach-Preis ausgezeichnet, der von 1976 bis 2000 durch die Friedrich-Naumann-Stiftung und der FDP fĂźr âbesonderes Engagement im Sinne des politischen Liberalismus von Karl-Hermann Flachâ vergeben wurde (seit 2010 durch die Karl-Hermann-Flach-Stiftung).cite-ref-flachstiftung-preis-24-0[24]
Durch Recherchen der Rundschau wurden in den 1960er Jahren u. a. die Auschwitzprozesse in Deutschland initiiert, ferner Ende der 1960er Jahre der HS-30-Skandal aufgedeckt.
2003: Krise und Einstieg der DDVG
Aufgrund finanzieller Schwierigkeiten wurde die Frankfurter Rundschau 2003 vom seit 1999 CDU-regierten Land Hessen durch eine LandesbĂźrgschaft unterstĂźtzt. Wegen der LandesbĂźrgschaft gab es Kritik an einer befĂźrchteten Abhängigkeit der Zeitung von der CDU-Regierung. Die darauf folgende DDVG-Ăbernahme wurde durch eine heftige Ăśffentliche Diskussion begleitet, da die Zeitung nun zu den wichtigsten SPD-Medienbeteiligungen gehĂśrte.cite-ref-faz-2004-03-12-25-0[25]
Anfang Mai 2004 Ăźbernahm die SPD-eigene Medienholding DDVG 90 % der Anteile am Druck- und Verlagshaus Frankfurt (DuV) als Herausgeberin der Frankfurter Rundschau. Der Anteil der Karl-Gerold-Stiftung wurde auf 10 % reduziert.cite-ref-26[26]
FĂźhrende SPD-Politiker betonten, man wolle eine der wenigen linksliberalen Tageszeitungen Deutschlands erhalten und es werde kein Einfluss auf die Redaktion ausgeĂźbt werden. Auch nach der Ăbernahme bezeichnete sich die Frankfurter Rundschau als âUnabhängige Tageszeitungâ. Spätestens 2006 wollten die Sozialdemokraten ihre Beteiligung wieder auf deutlich unter 50 % reduziert haben. Um das Haus vor der drohenden Insolvenz zu retten, fuhr die DDVG mit Hilfe der hanseatischen Unternehmensberatergruppe Schickler & Partner einen drastischen Sparkurs.
Durch Entlassungen und Outsourcing sank die Zahl der Beschäftigten binnen drei Jahren von rund 1.700 auf 750 Mitarbeiter. Sie ist inzwischen die einzige noch im StraĂenbild und in Gaststätten präsente Tageszeitung in Frankfurt â durch nicht vom Verlag angestellte mobile Verkäufer eines Vertriebspartners. Andere Frankfurter Zeitungen haben diese Art des Vertriebs eingestellt.
Am 16. Mai 2006 gab die Gesellschafterversammlung des Druck- und Verlagshauses Frankfurt bekannt, dass sie sich mit sofortiger Wirkung von dem bisherigen Chefredakteur der Zeitung, Wolfgang Storz, trennen werde. Nach Angaben von Storz war die wesentliche Ursache ein vorheriger inhaltlicher Streit mit der SPD-Schatzmeisterin Wettig-Danielmeier, welche eine negativere Berichterstattung Ăźber die Partei Die Linke empfahl. Nach SPD-Angaben hingegen war der KĂźndigungsgrund die wirtschaftlich schlechte Lage der Zeitung.cite-ref-27[27]
Die Redaktion der Frankfurter Rundschau protestierte auch auf der Titelseite gegen die AblĂśsung ihres Leiters. Am Mittwoch, dem 17. Mai 2006, stand dort: âDie Redaktion nimmt die Entscheidung des Mehrheitsgesellschafters zur Kenntnis, legt aber Wert auf die Feststellung, dass sie die Entlassung des Chefredakteurs nicht billigt.âcite-ref-28[28] Als Nachfolger wurde zum 1. Juli 2006 der bisherige Chefredakteur der Berliner Zeitung, Uwe VorkĂśtter, berufen.cite-ref-29[29] Die Auflagenverluste konnten jedoch nicht gestoppt werden.
2006: Ăbernahme durch DuMont und Zusammenarbeit mit der âBerliner Zeitungâ
Im Juli 2006 verkaufte die DDVG 50 % der Anteile plus einen kleinen Geschäftsanteil an den KÜlner Verlag M. DuMont Schauberg; zum Kaufpreis wurden keine Angaben gemacht. Danach verblieben der DDVG 40 % des Kapitals, 10 % der Karl-Gerold-Stiftung.cite-ref-fronline-2006-07-18-30-0[30]cite-ref-31[31] In einem vorangegangenen Bericht in der Sßddeutschen Zeitung war von einem Kaufpreis von 35 Millionen Euro die Rede. Auf die linksliberale Ausrichtung des Blatts bleibe der Verkauf ohne Auswirkungen, hieà es.cite-ref-32[32]
Die Frankfurter Rundschau stieg am 30. Mai 2007 auf das kompakte Tabloid-Format um.cite-ref-33[33] Anfang September des gleichen Jahres konnte ein Verlust von nur ca. 1000 Abonnenten festgestellt und die Formatumstellung als Erfolg gewertet werden.cite-ref-34[34] Damit verbunden waren eine Umstrukturierung der lokalen Berichterstattung und die Einstellung der Plus-Beilagen. Erweitert wurde das Ressort Wissen & Bildung (nun an sechs Tagen mit jeweils zwei Seiten). Gleichzeitig wurde die Anzahl der Regionalausgaben von sieben auf drei reduziert.cite-ref-35[35] Der European Newspaper Award wĂźrdigte das Erscheinungsbild des Tabloid-Formates mit mehreren Auszeichnungen, darunter mit dem Sonderpreis der Jury fĂźr die iPad-Ausgabe (2010).
Betrachtet man die Auflagenentwicklung der neuen Frankfurter Rundschau nach dem Relaunch im Tabloid-Format (Mai 2007 bis Mai 2008), so war zunächst eine Steigerung der verkauften Auflage um 2,46 % (3.693 Exemplare) feststellbar. In der gleichen Zeit kam es zu einem Abonnentenrßckgang um 5,44 % (5.035 Exemplare).
Im FrĂźhjahr 2008 kĂźndigte sich die nächste Krise der Zeitung an: Der Verleger M. DuMont Schauberg wollte mit UnterstĂźtzung des Chefredakteurs, aber gegen den massiven Protest der Belegschaft und der Gewerkschaften, die hausinternen Strukturen des Frankfurter Druck- und Verlagshauses zerschlagen, um die Herstellungskosten des Blattes nachhaltig zu senken. Zuerst sollten die Abteilungen Rechnungswesen und Controlling in die Konzernzentrale nach KĂśln verlegt werden, wobei 16 Mitarbeiter ihren Arbeitsplatz in Frankfurt verlieren wĂźrden. AuĂerdem sollten der Bereich Infografik, Layout, Bild, technische Redaktion und Produktionssteuerung bereits ab Juli 2008 in eine FR-Design GmbH ausgelagert werden. Ein weiterer Schritt wäre die Ausgliederung der Regionalredaktionen. Auf diese Weise sollen von den noch 750 Stellen ab 2008 nach und nach nochmals 200 entfallen bzw. bei externen Dienstleistern untergebracht werden. Ziel sei es letztlich, die Geltung der Tarifverträge fĂźr Journalisten auszuhebeln, die dem Unternehmen zu teuer erschienen. Der frĂźhere Chefredakteur VorkĂśtter wurde zudem als Verlagsbeauftragter fĂźr eine stärkere Kooperation von Berliner Zeitung und Frankfurter Rundschau eingesetzt.cite-ref-36[36] Dagegen wehrten sich die Redaktionen.cite-ref-37[37]
Im April 2010 grĂźndete die Frankfurter Rundschau gemeinsam mit der Berliner Zeitung, dem KĂślner Stadt-Anzeiger und der Mitteldeutschen Zeitung die DuMont Redaktionsgemeinschaft, die die Zeitungen mit Ăźberregionalen Inhalten belieferte.cite-ref-39[39]
Im Jahre 2010 hatte die Frankfurter Rundschau etwa 170 Redakteure, von denen rund 36 in der nicht tarifgebundenen Tochterfirma Pressedienst Frankfurt beschäftigt waren. Ab dem 19. August 2010 wurde Ăźber MaĂnahmen des weiteren Stellenabbaus zur Kosteneinsparung mit dem DJV und ver.di verhandelt, obwohl die Beschäftigten seit Jahren auf tarifliches Urlaubsgeld und Weihnachtsgeld verzichtet hatten, um KĂźndigungen zu vermeiden.cite-ref-40[40]
Bis Ende 2010 schmolz die Zahl der Abonnenten als RĂźckgrat der Zeitung auf 75.000 (von ursprĂźnglich 92.555).cite-ref-41[41] Ende 2010 betrug die verkaufte Auflage laut IVW-Zahlen vom Januar 2011 noch knapp 130.000 Exemplare.cite-ref-streich-42-0[42] Die Frankfurter Rundschau wurde zudem von einem besonders groĂen RĂźckgang der Schaltung von Werbeanzeigen betroffen.cite-ref-43[43] 2010 machte die Zeitung nach Verlagsangaben 19 Millionen Euro Verlust,cite-ref-streich-42-1[42] 2011 soll das Minus rund 20 Millionen Euro betragen haben.cite-ref-44[44]
DuMont Schauberg kĂźndigte im April 2011 an, langfristig 40 der 190 redaktionellen Stellen abzubauen. In Frankfurt sollten die Lokalredaktionen bleiben und dort auch alle Ăźberregionalen digitalen Inhalte erstellt werden. Ab dem Sommer 2011 sollten die Ăźberregionalen Mantelseiten in Berlin zusammen mit der Berliner Zeitung produziert werden. Der Deutsche Journalisten-Verband sah seine âschlimmsten BefĂźrchtungen bestätigtâ und erklärte, die Frankfurter Rundschau werde dadurch âzur Lokalausgabe der Berliner Zeitung degradiertâ.cite-ref-45[45] Der diesbezĂźgliche Sozialplan wurde Anfang Juli 2011 vereinbart. Insgesamt sollte die Redaktion demnach im Zuge der Neustrukturierung um 58 Stellen verkleinert werden. Neben der Lokalredaktion wurde fĂźr Frankfurt ein âdigitales Redaktionszentrumâ geplant, das sowohl fĂźr die Frankfurter Rundschau als auch fĂźr die Berliner Zeitung arbeiten sollte.cite-ref-46[46]
Seit dem 1. Juli 2012 verfĂźgen beide Zeitungen wieder Ăźber einen jeweils eigenen Chefredakteur.cite-ref-47[47] VorkĂśtter wurde bei der Frankfurter Rundschau durch Arnd Festerling ersetzt.cite-ref-48[48]
November 2012: Insolvenz-Erklärung der DuV
Der die Frankfurter Rundschau herausgebende Verlag stellte am 13. November 2012 beim Amtsgericht Frankfurt am Main einen Antrag auf ErĂśffnung eines Insolvenzverfahrens.cite-ref-spiegel-2012-11-23-49-0[49] AnschlieĂend teilten die Hauptgesellschafter der Zeitung â das Medienhaus M. DuMont Schauberg und die SPD-Medienholding DDVG â auf einer Betriebsversammlung mit, dass sie âkeine Perspektive der FortfĂźhrung des Unternehmensâ sähen.cite-ref-spiegel-2012-11-13-50-0[50]
Am 13. November 2012 wurde beim AG Frankfurt am Main wegen drohender Zahlungsunfähigkeit Insolvenzantrag fĂźr die Druck- und Verlagshaus Frankfurt am Main GmbH gestellt. Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wurde der Rechtsanwalt Frank Schmitt aus der GroĂkanzlei Schultze & Braun benannt.cite-ref-hr-online-46644191-51-0[51]cite-ref-handelsblatt-2012-11-13-52-0[52] Im Anschluss wurde im Rahmen einer Betriebsversammlung von den Hauptherausgebern bekannt gegeben, dass keine MĂśglichkeit zur Aufrechterhaltung des Betriebes gesehen werde. Sollte innerhalb des vorläufigen Insolvenzverfahrens von drei Monaten kein Käufer gefunden werden, sei mit der Abwicklung zu rechnen.cite-ref-spiegel-2012-11-13-50-1[50]
Am 9. Januar 2013 teilte der Insolvenzverwalter Schmitt der Belegschaft mit, dass der Springer-Verlag die Druckaufträge fĂźr Teilauflagen von Bild, Welt und Welt Kompakt gekĂźndigt habe und damit die Hälfte des Umsatzes der Druckerei verloren ginge.cite-ref-spiegel-2013-01-09-53-0[53] âDie Aufträge seien nun an die Frankfurter Societäts Druckerei der FAZ, die Druckerei der tĂźrkischsprachigen Zeitung HĂźrriyet sowie die Druckerei des Zeitungskonzerns Ippen in Kassel vergeben wordenâ, schreibt die Offenbach Post aus einer DPA-Meldung am 10. Januar 2013.cite-ref-oponline-2013-01-10-54-0[54]
Mit einem Mal die Hälfte des Umsatzes zu verlieren, war ein schwerer Schlag fĂźr die sowieso aufgrund des allgemeinen AuflagenrĂźckgangs der Printmedien und der allgemeinen Krise der europäischen Druckindustrie gebeutelte GroĂdruckerei. Einen Monat später meldete Europas grĂśĂtes Tiefdruckunternehmen Prinovis, die frĂźhere Gruner-Druckerei (Itzehoe), wo Stern und Der Spiegel gedruckt wurden, 2014 stillzulegen.cite-ref-welt-2013-02-06-55-0[55] 2011 hatte bereits die Nr. 2 auf dem Tiefdruckmarkt, die schlott gruppe, Insolvenz angemeldet. Ihren Standort in Darmstadt hatte Prinovis schon 2006 geschlossen. âDie technische Kapazität im europäischen Druckmarkt (Illustrations-Tiefdruck und -Rollenoffset) werden von Branchenkennern auf rund fĂźnf Millionen Tonnen pro Jahr geschätzt. Dagegen dĂźrfte die tatsächlich bedruckte Menge Papier nur bei knapp unter vier Millionen liegenâ, schrieb die Media Tribune aus Anlass der Prinovis-AnkĂźndigung am 19. April 2013. âDie deutsche und europäische Druckindustrie befindet sich wegen Ăberkapazitäten und einem damit einhergehenden Preisverfall im Niedergang. In der Medienindustrie verschieben sich die Anteile der gedruckten Medien zugunsten der elektronischen.âcite-ref-mediatribune-2013-04-19-56-0[56] 2015 verzichtete die Madsack Mediengruppe auf die Modernisierung ihrer GroĂdruckerei in Hannover und lässt ihre Zeitungen seit 2017 bei einem externen Dienstleister drucken. Auch dort hatte dann der Springer-Verlag sofort die Druckaufträge fĂźr Bild und Welt gekĂźndigt.cite-ref-meedia-2015-07-07-57-0[57]
Dagegen hatte der Zeitschriftenverlag Gruner + Jahr, Mitgrßnder der Prinovis, im Jahr 2011 seine Anteile an arvato Bertelsmann abgegebencite-ref-mediatribune-2013-04-19-56-1[56] und war damit nicht mehr dem Geschäftsrisiko des Druckbetriebes ausgesetzt. 2010 hatte die Frankfurter Societätsdruckerei sich zur Frankfurter Societät entwickelt und Druckerei und Zeitungsverlag in getrennte GmbHs verlagert.
Am 31. Januar 2013 wurde bekannt, dass das Bundeskartellamt einen Antrag der FAZ bzw. der Frankfurter Societät auf Erwerb der Frankfurter Rundschau prßfe.cite-ref-58[58] Nach Aussagen des Insolvenzverwalters Schmitt bestßnden damit fßr die Redaktion sehr gute Chancen auf Rettung.cite-ref-fr-2013-01-31-59-0[59]
FĂźr das Druck- und Verlagshaus wurden die Chancen als wesentlich schlechter angegeben, da hier nur ein Angebot eines tĂźrkischen Verlegers (Burak Akbay, Verlagsgruppe Estetik YayÄąncÄąlÄąk) vorliege,cite-ref-horizont-2013-01-30-60-0[60] das vom Gläubigerausschuss als âwesentlich zu niedrigâ und âin keiner Weise Ăźberzeugendâ angesehen wurde.cite-ref-fr-2013-01-31-59-1[59] Der Betrieb der Druckerei sei bis Ende April gesichert, fĂźr einen Zeitraum von sechs Monaten danach hätten die Hauptgesellschafter M. DuMont Schauberg und DDVG Mittel fĂźr eine Transfergesellschaft bereitgestellt.cite-ref-fr-2013-01-31-59-2[59] Anfang Februar 2013 wurde bekannt, dass der tĂźrkische Interessent sein Angebot aufstocken wolle und Interesse an der Ăbernahme sowohl des Druckhauses als auch der Zeitung zeige.cite-ref-fronline-2013-02-06-61-0[61]cite-ref-dtjonline-2013-02-07-62-0[62]
Am 27. Februar 2013 erlaubte das Bundeskartellamt dem Verlag der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, die Frankfurter Rundschau fortzufĂźhren. Damit konnte die insolvente Tageszeitung weiter fortbestehen, es wurden aber nur 28 Redakteure Ăźbernommen.cite-ref-zeit-2013-02-27-63-0[63] Die GroĂdruckerei der FR in Neu-Isenburg wurde zugunsten der Societätsdruckerei in MĂśrfelden-Walldorf geschlossen.cite-ref-print-de-2013-02-28-64-0[64] Bis Ende März sollte noch das Handelsblatt dort gedruckt werden und bis Ende April die FR selbst. Danach wĂźrden auch die restlichen Arbeiter der Druckerei in die Transfergesellschaft wechseln.cite-ref-schubra-2013-02-28-65-0[65] Die Maschinen wurden ausgeräumt, die Immobilie in Neu Isenburg verkauft. Im Spätsommer 2015 wurde das Gebäude fĂźr die Aufnahme von 700 FlĂźchtlingen eingerichtet.cite-ref-fnp-2015-09-04-66-0[66]
Am 27. Februar 2013 meldete die FAZ: âDie âFrankfurter Rundschauâ wird es weiterhin geben. Unter dem Dach der Frankfurter Societät, des F.A.Z.-Verlags und der Karl Gerold Stiftung geht die Traditionszeitung als unabhängige Redaktionsgesellschaft in die Zukunft. Das Bundeskartellamt hat der Ăbernahme im Rahmen einer Sanierungsfusion zugestimmt.âcite-ref-faz-2013-02-27-67-0[67] Die stark verkleinerte Redaktion besteht aus etwa 80 fest angestellten Journalisten, davon nur 28 beim FR-Verlag selbst, die anderen ohne Tarifvertrag bei der âPressedienst Frankfurtâ (PDF).
Am 23. Februar 2021 berichtete die FR in ihrem Frankfurt-Buch, das Insolvenzverfahren sei tags zuvor nach mehr als acht Jahren Dauer vor dem Frankfurter Amtsgericht durch den âSchlussvortragâ des Insolvenzverwalters Frank Schmitt beendet worden.cite-ref-68[68] Zugleich wurde bekannt gegeben, dass ârund 1000 Gläubigerâ nur ein Viertel ihrer angemeldeten Forderungen erhalten werden.
2013â2018: FortfĂźhrung unter dem Dach der âFrankfurter Societätâ
Seit 1. März 2013 wird die Frankfurter Rundschau von der dafßr neu gegrßndeten Frankfurter Rundschau GmbH herausgegeben. Bis 2018 waren deren Gesellschafter:
⢠Frankfurter Societät GmbH: 55 %
⢠Frankfurter Allgemeine Zeitung GmbH: 35 %
⢠Karl-Gerold-Stiftung: 10 %cite-ref-69[69]
Mit der Frankfurter Societät bestand seit dem 3. Dezember 2014 ein Beherrschungs- und Gewinnabfßhrungsvertrag,cite-ref-handelsregister-he-f-hrb36224-2014-12-14-70-0[70] womit die Frankfurter Rundschau GmbH Teil des Societäts-Konzerns war.
âEs ist nicht die Absicht der Gesellschafter, auf das politische Profil Einfluss zu nehmenâ, versicherte der GeschäftsfĂźhrer des FAZ-Verlages auf einer Pressekonferenz am 1. März 2013, und der GeschäftsfĂźhrer der Frankfurter Societät sichert zu, âdie FR werde âeine linksliberale Tageszeitungâ bleiben âmit starker Verankerung in Frankfurt und der Region und mit Blick in die Republik hineinâ.âcite-ref-fronline-2013-03-01-71-0[71]
Die Redaktion bestand zunächst aus 28, später 35 Mitarbeitern in der FR-GmbH, unterstßtzt wie bisher vom Personaldienstleister Pressedienst Frankfurt. Chefredakteur blieb Arnd Festerling.
Die FR hat wieder eine eigene Chefredaktion und gestaltet auch den politischen Teil selbst,cite-ref-taz-0913-72-0[72] arbeitet aber journalistisch weiterhin mit der DuMont-Mediengruppe zusammen.cite-ref-fronline-2013-06-27-73-0[73] Viele Ăźberregionale Texte wurden von der DuMont Redaktionsgemeinschaft bezogen, auch einige regionale Korrespondenten waren Mitarbeiter der DuMont-Zeitungen in den jeweiligen Regionen, z. B. Peter Berger, Fabian Klask und Tim Stinauer aus KĂśln und DĂźsseldorf.
Die Redaktion stellte dazu fest, mit dem Konzept âbestehe die Chance, das linksliberale Profil des Blattes wieder zu schärfen, weil die Frankfurter dann selbst entscheiden kĂśnnen, welche Texte erscheinenâ.cite-ref-spiegelonline-2013-04-28-74-0[74]
Verlagsaufgaben Ăźbernehmen der FAZ-Verlag und die RheinMainMedia GmbH, das Vermarktungs-Joint-Venture von FAZ-Verlag und Frankfurter Societät. Gedruckt wird in der Societäts-Druckerei, der Vertrieb erfolgt weiterhin Ăźberregional.cite-ref-faz-2013-02-27-67-1[67] Eigene Korrespondenten auĂerhalb der Region hat die Zeitung nicht mehr. Die zunehmende Verdichtung der Arbeit hat zu einer erheblichen Belastung bei den Beschäftigten gefĂźhrt. Das wichtigste Ziel bestehe nun darin, die linksliberale Haltung der Rundschau zu bewahren.cite-ref-taz-0913-72-1[72]
Am 26. März 2013 wurde die Ăbernahme endgĂźltig von den Gläubigern genehmigt. FĂźr die Druckerei sollte weiterhin nach einem Investor gesucht werden,cite-ref-dwdl-2013-03-27-75-0[75] was aber vergeblich war.
Ende September 2013 zog die Redaktion um in neue Räumlichkeiten in der Mainzer LandstraĂe in Frankfurt am Main, die unmittelbar gegenĂźber den Redaktionen der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und der Frankfurter Neuen Presse gelegen sind.cite-ref-taz-0913-72-2[72]
2013 schloss die Frankfurter Rundschau erstmals wieder ein Geschäftsjahr mit einem operativen Gewinn ab.cite-ref-fronline-2014-02-10-76-0[76]
2018: Zeitungsholding Hessen
Mit Wirkung zum 1. April 2018 wurde der 90-prozentige Anteil der Frankfurter Societät und der FAZ an der Frankfurter Rundschau GmbH an die Zeitungsholding Hessen von Dirk Ippen verkauft.cite-ref-77[77]cite-ref-78[78] Die Frankfurter Rundschau selbst schrieb dazu, dass zu dieser Holding auch die MDV-Mediengruppe der GieĂener Verlegerfamilie Rempel gehĂśrt. Verkauft wurden ebenso die FNP, die Societäts-Druckerei und die Vermarktungsgesellschaft RheinMainMedia.cite-ref-79[79] Das Bundeskartellamt stimmte den Verkäufen Anfang März 2018 zu, âweil damit das Monopol der FAZ-Gruppe in der Stadt beendet werde.âcite-ref-80[80]
Im Oktober 2021 verhinderte Verleger Dirk Ippen die VerĂśffentlichung einer Recherche des Ippen-Investigativteams zu Machtmissbrauchs-VorwĂźrfen gegen Bild-Chefredakteur Julian Reichelt in der Frankfurter Rundschau.cite-ref-81[81]
Jugendredaktion âFRiSCHâ und âMarix Wissenâ
Die Frankfurter Rundschau unterhielt bis etwa 2010 eine eigene Jugendredaktion: FRiSCH (FR in der Schule). Sie bestand aus etwa 25 Jugendlichen zwischen 15 und 21 Jahren, die sich wĂśchentlich zur Redaktionssitzung trafen. Sie recherchierten und schrieben eigene Artikel, fĂźhrten Interviews und vieles mehr. Die Artikel der jungen Redakteure aus Frankfurt erschienen auf der FRiSCH-Seite in der Zeitung. AuĂerdem standen sie in der Online-Ausgabe.
Jahrelang wurde das Projekt von Fraport und McDonaldâs unterstĂźtzt und gefĂśrdert; letzterer hat seine UnterstĂźtzung 2008 eingestellt.
Zusammen mit dem Marix-Verlag hatte die Frankfurter Rundschau die VerĂśffentlichung einer z. T. lexikalischen Reihe von SachbĂźchern begonnen. Es sind diverse BĂźcher Ăźber Politik, Geschichte, Kultur und Zeitgeschehen erschienen. Die Zusammenarbeit wurde mit der Insolvenz 2013 beendet.cite-ref-82[82]
Sonstiges
Zu einem aufsehenerregenden Zwischenfall kam es am 3. August 2004. Die Auslieferung der Tagesausgabe wurde gestoppt, nachdem auf der Titelseite ein Fehler bemerkt worden war. Im Titelkopf stand nicht, wie sonst, âunabhängigeâ, sondern âabhängigeâ Tageszeitung. Die Vorsilbe war von einem Bild des Schauspielers und Regisseurs Woody Allen Ăźberdeckt. Um einen Imageschaden abzuwenden, wurden bereits ausgelieferte Exemplare wieder eingesammelt. Insgesamt waren 61.450 Exemplare der Lieferungen in die ostdeutschen Bundesländer betroffen. Die GeschäftsfĂźhrung betonte, es habe sich um einen technischen Fehler im Redaktionssystem gehandelt. Eine bewusste Manipulation durch Mitarbeiter sei auszuschlieĂen. Die Tageszeitung Die Welt zog diese Erklärung jedoch in Zweifel. Die Ăbernahme der Frankfurter Rundschau durch die SPD-Holding DDVG habe in deren Redaktion fĂźr âVerwerfungenâ gesorgt. Zudem hätten viele Beschäftigte ohnehin nichts mehr zu verlieren gehabt, da 350 Stellen abgebaut werden sollten.
Zur hessischen Landtagswahl 2018 und der hierzu von der Frankfurter Rundschau ausgerichteten Podiumsdiskussion Stadtgespräch verzichtete die Zeitung bewusst darauf, einen Vertreter der AfD einzuladen, da sie âder rechtspopulistischen AfD kein Forum bietenâ wolle. FĂźr die Teilnahme wurden daher mit Michael Boddenberg (CDU), Nancy Faeser (SPD), Tarek Al-Wazir (GrĂźne), Janine Wissler (Linke) und RenĂŠ Rock (FDP) nur Repräsentanten der bereits im Landtag vertretenen Parteien gewonnen.cite-ref-83[83]
Nach dem Wahlsieg des Likud bei der Parlamentswahl in Israel im April 2019 verĂśffentlichte die Zeitung einen Leitartikel mit dem Titel Der ewige Netanyahu, was als zumindest unterbewusste Anspielung auf den antisemitischen nationalsozialistischen Propagandafilm Der ewige Jude angesehen wurde.cite-ref-84[84]cite-ref-85[85] In Folge der Kritik bat die Frankfurter Rundschau um Entschuldigung und änderte die Ăberschrift der Onlineversion in Der unersetzliche Netanyahu um.cite-ref-86[86]
Am 31. März 2023 verĂśffentlichte die Zeitung zusammen mit der Berliner Zeitung einen Aufruf fĂźr die Schaffung von Frieden zwischen der Ukraine und Russland. Der Appell wurde von sozialdemokratischen Politikern, Gewerkschaftern sowie Intellektuellen und KĂźnstlern unterzeichnet und setzt sich fĂźr eine Vermittlung zwischen Russland und der Ukraine insbesondere mit Hilfe Indiens, Indonesiens, Chinas und Brasiliens ein, um schnell einen Waffenstillstand zu erreichen und Friedensverhandlungen zu ermĂśglichen.cite-ref-87[87]cite-ref-88[88] Der ukrainische Botschafter in Deutschland, Oleksij Makejew, verurteilte den Aufruf und nannte ihn ⌠ein(en) pure(n) Zynismus gegenĂźber den zahlreichen Opfern der russischen Aggression.cite-ref-89[89] Auch aus Politik und Wissenschaft gab es neben zustimmenden ĂuĂerungen auch heftige Kritik.cite-ref-90[90]
Am 1. Dezember 2023 ging die Belegschaft der Frankfurter Rundschau in den Warnstreik, weil sie von Verleger Dirk Ippen und der Geschäftsfßhrung einen Tarifvertrag und angepasste einheitliche Lohnzahlungen forderte.cite-ref-91[91] Wenige Tage später wurden das komplette Ressort FR+ (Multimedia-App) aufgelÜst, der Klimapodcast eingestellt und drei junge Journalisten entlassen.cite-ref-92[92]
Umfang und Ausgaben
Die Frankfurter Rundschau erscheint in fĂźnf unterschiedlichen Ausgaben, wobei der Mantel zumeist einheitlich ist. Der Ăźberregionale Mantel umfasst dienstags bis samstags 40 Seiten und montags 32 Seiten plus 16-seitigem herausnehmbaren Sportteil.
Am Mittwoch liegt der Zeitung eine Immobilien-, Automobil- und Stellenanzeigenbeilage, am Samstag zusätzlich ein Reiseteil bei.
Die fĂźnf Regionalausgaben umfassen am Montag nur 16 Seiten, der Zeitung liegt dann aber eine acht Seiten umfassende Beilage âSport Rhein-Mainâ bei. Der Hessenteil in der Deutschlandausgabe ist dann im Mantel integriert.
Zu bestimmten Anlässen variiert der Umfang, teilweise werden Sonderbeilagen, etwa nach der Landtagswahl in Hessen 2008,cite-ref-93[93] verÜffentlicht.
Der Regionalteil der Ăźberregionalen Ausgabe umfasst auĂer montags in der Regel acht, die Regionalteile der Regionalausgaben meist 24 Seiten. Die Regionalausgaben enthalten alle einen Nachrichtenteil âHessenâ, regelmäĂig eine âCampusâ-Beilage sowie auf der RĂźckseite einen âLeuteâ-Teil.
Zurzeit erscheinen die folgenden unterschiedlichen Ausgaben:
⢠Deutschlandausgabe mit einem die Stadt Frankfurt am Main und das Land Hessen umfassenden Regionalteil
⢠Stadtausgabe mit Lokalteil Frankfurt am Main mit Stadtteilen
⢠Regionalausgabe Nordost mit Nachrichten aus dem Wetteraukreis und dem Main-Kinzig-Kreis
⢠Regionalausgabe Nordwest mit dem Hochtaunuskreis und dem Main-Taunus-Kreis und den kreisfreien Städten Wiesbaden und Mainz (in den Wiesbadener Teil integriert)
⢠Regionalausgabe SĂźd, in der aus den Kreisen Offenbach, Darmstadt-Dieburg, GroĂ-Gerau und den kreisfreien Städten Darmstadt und Offenbach berichtet wird.
Chefredakteure
⢠1948â1973: Karl Gerold
⢠1973â1992: Werner Holzer
⢠1992â2000: Roderich Reifenrath
⢠2000â2002: Hans-Helmut Kohl und Jochen Siemens
⢠2002â2006: Wolfgang Storz
⢠2006â2009: Uwe VorkĂśtter
⢠2009â2011: Joachim Frank und Rouven Schellenberger
⢠2011â2012: Uwe VorkĂśtter
⢠2012â2014: Arnd Festerling
⢠2014â2019: Arnd Festerling und Bascha Mika
⢠2019â2020: Thomas Kaspar und Bascha Mika
⢠2020â2024: Thomas Kasparcite-ref-94[94]
⢠2024â2025: Karin Dalka, Michael Bayer (kommissarisch)cite-ref-95[95]
⢠seit 2025: Sabrina Hoffmanncite-ref-96[96]
Rezeption
Eine Untersuchung von Ute Volkmann aus dem Jahr 2005 beurteilte die Frankfurter Rundschau als SPD-nahe Zeitung â âeine Parteiverbundenheit, die sich so in keiner Weise bei den anderen Qualitätszeitungen findetâ.cite-ref-volkmann-2005-97-0[97] Volkmann verglich die Kommentare der Frankfurter Rundschau in den Jahren 1970 und 2000. Sie kam dabei zu dem Ergebnis, dass das politische Profil der Zeitung in Grundfragen konstant geblieben war. Die Frankfurter Rundschau habe bei Arbeitskonflikten in der Regel eine gewerkschaftsnahe Position eingenommen.cite-ref-volkmann-2005-97-1[97] In Verteilungskonflikten hätten die Kommentatoren nicht auf eine Selbstregulierung der Märkte oder einen Interessenausgleich zwischen den gesellschaftlichen Kräften Arbeit und Kapital vertraut, sondern eher vom Staat (Regierung, Parlament, Rechtsprechung) LĂśsungen erwartet. Während Die Welt und FAZ in Opposition zur sozialdemokratisch gefĂźhrten Regierung gestanden hätten, sei die Frankfurter Rundschau mit der Regierung konform gegangen. Dies sei seit der âNeoliberalisierungâ der Sozialdemokratie im Jahr 2000 genau umgekehrt.cite-ref-volkmann-2005-97-2[97] Durch ihre Positionierung habe sich in der Frankfurter Rundschau ein Milieu stabilisiert, das sich signifikant von âneoliberalenâ Entwicklungen (z. B. Privatisierungen, Marktorientierung) abgrenzte. Man kĂśnne, so Volkmann, zu dem Urteil kommen, dass die Leser der Frankfurter Rundschau in einer âanderen Weltâ lebten als die bĂźrgerlich-konservativen und wirtschaftsliberalen Milieus, wie sie etwa durch die FAZ oder Die Welt repräsentiert seien.cite-ref-volkmann-2005-97-3[97] Die Frankfurter Rundschau habe jedenfalls erheblich an der gesellschaftlichen Meinungsbildung mitgewirkt.cite-ref-volkmann-2005-97-4[97]
Der Journalist Thomas Schmid vermutete 2012 in der Welt, dass ein bequemes Sich-Einrichten in einem schrumpfenden linken Milieu zum Ende der Frankfurter Rundschau beigetragen habe.cite-ref-98[98]
Literatur
⢠Emil Carlebach: Zensur ohne Schere, Die GrĂźnderjahre der âFrankfurter Rundschauâ 1945/47. RĂśderberg-Verlag, Frankfurt am Main 1985, ISBN 3-87682-807-4.
⢠Eva-Juliane Welsch: Die hessischen Lizenzträger und ihre Zeitungen. Diss., Universität Dortmund, 2002, S. 145â170, DNB 966526058/34.
⢠Ute Volkmann: Legitime Ungleichheiten. Journalistische Deutungen vom âsozialdemokratischen Konsensusâ zum âNeoliberalismusâ. VS Verlag, Wiesbaden 2006, ISBN 3-531-15170-3, S. 262 (Zugl.: Hagen, Fernuniv., Diss., 2005).
⢠Julia Bornemann: Bild(er) von Mediation in der Presse. Eine inhaltsanalytische Untersuchung der Tageszeitungen FAZ, FR, SZ und Welt von 1997 bis 2006. LIT Verlag, Mßnster 2010, ISBN 978-3-643-90056-2.
⢠Ina Hartwig: Ihr Charme, ihr Drama. Nachruf. Das letzte Rohrpostsystem der Qualitätspresse: Eine Erinnerung an die âFrankfurter Rundschauâ, wie sie einmal war. In: Der Freitag. 14. April 2011, Nr. 15, S. 13 (Kultur).
⢠Douglas Reynolds: Turkey, Greece, and the âBordersâ of Europe. Images of nations in the West German press 1950â1970. Frank & Timme, Berlin 2013, ISBN 978-3-86596-441-0.
⢠Heide Platen: Zeitungssterben in Deutschland. Sie ist Geschichte. Ein Nachruf. In: taz die tageszeitung, 27. Februar 2013 (auch: Fackelträger sollte sie sein, Printausgabe vom 1. März 2013) (taz.de).
⢠Claus-Jßrgen GÜpfert: Zeitung im Kampf. 80 Jahre Frankfurter Rundschau oder Niedergang des linksliberalen Journalismus?, VSA: Verlag, Hamburg 2025, ISBN 978-3-96488-233-2.cite-ref-99[99]
Weblinks
Commons
: Frankfurter Rundschau
â Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
⢠Literatur zur Frankfurter Rundschau im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
⢠Literatur ßber Frankfurter Rundschau nach Register nach GND In: Hessische Bibliographie
⢠Offizielle Website der Frankfurter Rundschau
⢠Das Ende einer Traditionslinie. Rainer Burchardt Ăźber die Zukunft der âFrankfurter Rundschauâ. Moderation: Holger Hettinger. In: [Deutschlandradio Kultur], 18. Mai 2006.
⢠Zeitung im Kampf - Ein Buch erzählt die 80-jährige Geschichte der Frankfurter Rundschau
⢠Hessen. 80 Jahre Frankfurter Rundschau: Eine kämpferische Zeitung - in vielerlei Hinsicht am 1. August 2025 auf tagesschau.de
Belege
cite-note-handelsregister-he-f-hrb-36224-2013-03-11-11. â Mitteilung der Frankfurter Societäts Beteiligungs GmbH vom 4. März 2013 an das Registergericht Frankfurt. VerĂśffentlichung im Handelsregister zur Registernummer HRB 36224 vom 11. März 2013.
cite-note-22. â Frankfurter Rundschau. In: ivw.de.
cite-note-31. laut IVW, jeweils viertes Quartal (Details auf ivw.de)
cite-note-52. laut IVW, jeweils viertes Quartal (Details auf ivw.de)
cite-note-66. â Media-Daten 2019. (PDF; 5,3 MB) In: rmm.de.
cite-note-77. â Umzug von Redaktion und Verlag. Im laufenden Betrieb. In: Frankfurter Rundschau. 13. Februar 2009, abgerufen am 4. Oktober 2020.
cite-note-88. â Ein neues Zuhause fĂźr die Frankfurter Rundschau. 9. Juli 2019, abgerufen am 10. Dezember 2019.
cite-note-99. â Die Frankfurter Rundschau zieht an den SĂźdbahnhof. 21. Dezember 2022, abgerufen am 18. Mai 2023.
cite-note-spiegel-1947-11-15-1010. â Fisch-Gericht. Bis lange nach Mitternacht. In: Der Spiegel. Nr. 46, 1947, S. 21 (online â 15. November 1947).
cite-note-munzinger-gerst-1111. â Wilhelm Karl Gerst Nachdem er 1946 wegen angeblicher Parteinahme fĂźr den Nationalsozialismus in den Jahren 1933/34 in ein Spruchkammerverfahren verwickelt worden war, wurde ihm ungeachtet des fĂźr ihn gĂźnstigen Ausganges Ende Okt. 1946 von der Militärregierung die Lizenz wieder entzogen., im Munzinger-Archiv, abgerufen am 4. Februar 2024 (Artikelanfang frei abrufbar)
cite-note-spiegel-1948-08-14-1212. â Personalien. Wilhelm Karl Gerst. In: Der Spiegel. Nr. 33, 1948, S. 19 (online â 14. August 1948).
cite-note-spiegel-1947-09-06-1313. â Grundprinzipien der Demokratie. Fristlos und ohne BegrĂźndung. In: Der Spiegel. Nr. 36, 1947, S. 3 (online â 6. September 1947). Zitat: ââIhre politischen Auffassungen, die denen anderer Deutscher in Hessen entgegengesetzt sindâ, schrieb [Dr. James Newman] [an Carlebach] zurĂźck, âhaben mich nicht so sehr gestĂśrt als Ihre offensichtliche Unfähigkeit, die Grundprinzipien der Demokratie zu verstehen.â
cite-note-1414. â Emil Carlebach: Zensur ohne Schere. RĂśderberg-Verlag, Frankfurt am Main 1985, ISBN 3-87682-807-4, S. 32.
cite-note-zdb-id-126011-x-1515. â Zeitschriftendatenbank ZDB-ID 126011-X
cite-note-1616. â 75-seitige Beilage der Frankfurter Rundschau vom 29. Juli 1995 â50 Jahre Frankfurter Rundschau â zum Jubiläum 1945â1995â, S. 3.
cite-note-vrm-historie-1717. â Verlagsgruppe Rhein Main â Historie: Historie. In: vrm.de. 2015, archiviert vom Original am 1. Januar 2016; abgerufen am 1. Januar 2016: âAm 1. November 1949 geht aus der âAllgemeinen Zeitungâ die âFrankfurter Allgemeine Zeitung fĂźr Deutschlandâ hervor. Bis zum 30. September 1950 wird die FAZ in Mainz gedruckt, dann erst springt die Druckerei der âFrankfurter Rundschauâ ein und die Redakteure der FAZ siedeln nach Frankfurt Ăźber. Die Mainzer Verlagsanstalt behält bis 1955 einen Anteil von 49 % der FAZ.â
cite-note-1818. â Katja Irle: Entnazifizierung und NS-Strafprozesse im Spiegel der Presse. Die Berichterstattung des Frankfurter Gerichtsreporters Rudi Eims 1945â1950. In: Dieter Rebentisch (Hrsg.): Archiv fĂźr Frankfurts Geschichte und Kunst. Im Auftrag des Frankfurter Vereins fĂźr Geschichte und Landeskunde e. V. in Verbindung mit dem Institut fĂźr Stadtgeschichte. Band 67. Verlag Waldemar Kramer, Frankfurt am Main 2001, S. 12ff.; S. 59.
cite-note-1919. â Daniel Speier: Die Frankfurter Homosexuellenprozesse zu Beginn der Ăra Adenauer â eine chronologische Darstellung. In: Mitteilungen der Magnus-Hirschfeld-Gesellschaft 61/62 (2018), S. 47â72; S. 51.
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cite-note-fronline-2013-06-27-7373. â Arnd Festerling: Redaktion: FR kommt wieder komplett aus Frankfurt | Wir Ăźber uns. In: Frankfurter Rundschau. 27. Juni 2013, abgerufen am 4. Februar 2016: âUnsere Texte aus dem Inland schreiben weiter vor allem die Kollegen im Berliner BĂźro. Sie sind alle seit Jahren fĂźr die FR tätig. Die meisten von ihnen konnten an Bord bleiben. Das gilt auch fĂźr unsere Korrespondenten im Ausland, auch hier werden sie weiterhin Artikel von vertrauten und bewährten Kollegen lesenâ
cite-note-spiegelonline-2013-04-28-7474. â âFrankfurter Rundschauâ. Gerettet, aber kĂźnftig nur noch eine Mini-Redaktion. In: Spiegel online, 28. April 2013, abgerufen am 5. Oktober 2020.
cite-note-dwdl-2013-03-27-7575. â Peter LĂźckemeier: âFRâ-Gläubiger genehmigen Ăbernahme durch âFAZâ. In: DWDL.de. 27. März 2013, abgerufen am 5. Oktober 2020.
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50.10468.64915coordinatesKoordinaten: 50° 6Ⲡ16,6ⳠN, 8° 38Ⲡ56,9ⳠO